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Gingst

Gingst, das große Angerdorf, erscheint 1232 erstmalig als "Ghynxt" in den Urkunden und war zu dieser Zeit ein wichtiges Zentrum für das Kunsthandwerk, der Damastweberei. Mitte des 17. Jahrhunderts gehörte Gingst, wie die gesamte Insel, zu Schwedisch-Pommern. Im Jahre 1815 wurde Gingst ein Teil von Preußen. Neben Garz und Bergen war Gingst ein bedeutender Marktplatz Rügens.

 

Vorteilhaft für den wirtschaftlichen Aufschwung erwies sich die Lage an der "Heringsstraße", die als Handelsstraße von Stralsund über Altefähr und Rothenkirchen bis zum Fischerdörfchen Vitt auf der Halbinsel Wittow führte. Die spätgotische Jacobikirche von 1300 mit ihrer weithin sichtbaren und auffälligen Haube, wurde in den Jahrhunderten mehrmals Opfer der Flammen. Sie erhielt nach dem Brand 1726 ihre barocke Ausstattung. In der Geschichte von Gingst kam es immer wieder zu Großbränden, nach 1726 und zuletzt 1950 wurde Gingst fast vollständig vernichtet.

 

1 Gingst (Rügen)

Verlag-Herausgeber
VEB Bild und Heimat Reichenbach i.V.

Nummerierung Best. Nr. 1/3047   III/18/6 A3 /61 DDR

Sammlung Günther Hunger, Oschatz

1 Gingst 1961